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Misrach Denkmal

Kurz & Knapp:

Das 2005 eingeweihte Denkmal des israelischen Künstlers Dani Karavan soll sowohl an die jüdische Geschichte Regensburgs erinnern als auch eine Begegnungsstätte für Menschen darstellen.

 

Fakten:

  • Das Bodenrelief stellt den Grundriss einer Synagoge dar, die im Mittelalter verbunden mit der Vertreibung der Juden abgerissen wurde.
  • 2005 wurde das Denkmal errichtet und eingeweiht.
  • Im unmittelbarer Nähe befindet sich das „document Neupfarrplatz“ in dem ausgegrabene Überreste der jüdischen Siedlung zu sehen sind.

 

Wissenswertes:

Mit ca. 300 Mitgliedern zählte die jüdische Gemeinde zur größten und bedeutsamsten im damaligen Reich. Nur wenige Tage nachdem Kaiser Maximilian, welcher als Schutzherr Widerspruch zur Vertreibung der Juden leistete, am 12. Februar 1519 starb, ordnete die Stadt die Vertreibung der Juden an. Das jüdische Viertel samt Synagoge wurde zerstört. Als beim Abbruch des Synagoge ein Steinmetz verunglückte, aber nicht verstarb glaubten die Bürger an ein Wunder. Auf dem Gelände der alten Synagoge wurden unverzüglich eine Holzkapelle und eine Marienfigur errichtet, kurz danach begann der Bau der heutigen Neupfarrkirche.

2005 wurde exakt an der Stelle, an der 1519 die mittelalterliche Synagoge abgerissen wurde das Misrach Denkmal von Dani Karavan errichtet und eingeweiht. Das Denkmal, ein Bodenrelief aus weißen Granitblöcken, soll den Grundriss und die Fundamente des Gebäudes nachbilden und heute nicht nur als Gedenk- sondern auch als Begegnungsstätte dienen.

 

Adresse:

Neupfarrplatz

93047 Regensburg

 


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