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Königliche Villa

Kurz & Knapp:

Im Osten der Altstadt befindet sich die Königliche Villa. Sie wurde von 1854 bis 1856 nach Plänen des Münchner Architekten Ludwig Foltz, im Auftrag des bayerischen Königs Maximilian II. als Sommerresidenz errichtet.

 

Fakten:

  • Fertiggestellt 1856
  • Direkt an der Donau gelegen und vom Schiff bestens einsehbar
  • 1918 ging das Gebäude in Staatsbesitz über
  • Der Grundriss der Villa ist noch heute im Wesentlichen in seinem ursprünglichen Zustand
  • Der Villapark wird 2015 saniert und erneuert. Der Park wurde 1856 von Carl Effner entworfen

 

Wissenswertes:

Die Königliche Villa wurde im Nordosten der Stadt, auf dem Gelände  der ehemaligen Ostenbastei errichtet. Maximilian II. verfolgte das Ziel durch seine Bauten zur Ausbildung eines bayerischen Nationalgefühls beizutragen. Das dreigeschossige Hauptgebäude verfügt über einen L-förmigen Grundriss und wurde durch den Bildhauer und Architekten Ludwig Foltz erbaut. Beide Flügel des Gebäudes sind in sich symmetrisch aufgebaut. Auch die Loggien, welche zu den Nebengebäuden führen sollten, wurden symmetrisch an den Nord-Süd-Flügel angesetzt. Jedoch wurde hiervon nur eine realisiert, welche parallel zum östlich gelegenen Stadtgraben liegt. An der Nordseite der Außenfassade befinden sich Wappenträger, die für die Herrscherhäuser Wittelsbach und Hohenzollern, aus welchen das Königspaar stammte,  stehen.

Die Gemächer der Königin, des Königs und des Kronprinzen befanden sich in den Obergeschossen, die Speise- und Festsäle dagegen im Parterre. Von den Terrassen des prunkvollen Baus konnte man sowohl die Aussicht auf den Regensburger Dom als auch auf die Walhalla genießen. Nur wenige originale Möbelstücke sind heute noch vorhanden. Ein Großteil wurde 1918 nach München abtransportiert und ging hier vermutlich verloren.

Erwähnenswert sind auch die detaillierten Verzierungen die sich im ganzen Königshaus befinden. Auffällig ist hierbei, das die Gebäudezier sowohl im Innen- als auch im Außenbereich mit der Höhe der Stockwerke zunimmt. So sind zum Beispiel die Räumlichkeiten des Königs, welche sich im dritten Stock befinden, am Aufwendigsten gestaltet. Sowohl das Deckenportrait, dass sich im Schlafgemach der Königin befindet, als auch Kopfskulpturen im Brunnen vor dem Südflügel, und im Sturz der Tür zur Terrasse zeigen Kinder. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um Abbildungen der Prinzen und späteren Könige  Ludwig II. und Otto I. handelt.

König Maximilian II. bewohnte das Schloss selbst 1858 und 1860 im Sommer, jedoch nur für wenige Tage. Ab 1918 standen die Räume zunächst leer, das Gebäude ging in Staatsbesitz über und es wurden Wohnungen eingerichtet, welche von 1920-1979 genutzt wurden. Nach höchst notwendiger und umfassender Restaurierung 1979-1981 nutzte das Landbauamt Regensburg das Gebäude.  Seit 2007 wird die Villa von der Regensburger Dienststelle des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege genutzt.

 

Adresse:

Adolf-Schmetzer-Straße 1

93055 Regensburg

 


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