Kirchen

St. Peters Dom

Kurz & Knapp:

Der Mittelpunkt der Stadt Regensburg ist der St. Peters Dom am Domplatz. Es handelt sich hierbei um die einzige gotische Kathedrale Bayerns. Mit einer Gesamtlänge von 86 Meter im Inneren des Gebäudes und einer sagenhaften Höhe der Türme von 105 Metern, ist der Regensburger Dom das Wahrzeichen der Stadt Regensburg.

 

Fakten:

  • 1273 wird nach einem Stadtbrand und der damit verbundenen Zerstörung des alten Doms mit dem Neubau des Doms begonnen. 247 Jahre später, 1520 wurde das Bauwerk  vorläufig fertig gestellt. Nach einigen Ausbauten, der Fertigstellung der Türme und der barocken Umgestaltung der Vierungskuppel wurde der St. Peters Dom schließlich 1870/72 vollendet.
  • Bedeutende Bischöfe, unter anderem Johann Michael von Sailer (1829-1832), Georg Michael Wittmann (1832-1833) sowie Erzbischof Dr. Michael Buchberger (1927-1961) haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.
  • Die als dämonische Wesen gestaltete Wasserspeier, an der südlichen Fassade das Doms, sollen Unheil fernhalten.
  • Eine Besonderheit ist die räumliche Trennung vom älteren Domkreuzgang, die durch eine süd-westliche Versetzung gegenüber dem vorherigen romanischen Dom entstand.
  • Zeuge dieses vorherigen Baus ist der Eselsturm, an der Nordseite des Doms, welcher schon damals und auch noch heute noch zum Transport der Baumaterialien in die oberen Bereiche verwendet wird.
  • Im westlichen Dachstuhl ist ein Laufrad erhalten. Es wurde genutzt um Materialien durch eine Öffnung in der Decke nach oben zu heben.
  • Östlich des Domes steht die staatliche Dombauhütte, welche 1923 gegründet wurde. Sie ist für die ständige Wartung, Instandhaltung und Restaurierung des Bauwerks verantwortlich. Die Kosten von jährlich derzeit etwa 3 Millionen Euro werden durch den Freistaat Bayern getragen. Im Unterschied zu vielen anderen Dombauhütten wird hier nicht mit modernen Maschinen sondern nur mit alten, in der Bauhütte selbst hergestellten, Handwerkzeugen gearbeitet.
  • Die Erminoldmaria ist der eine Bestandteil einer berühmten Verkündigungsgruppe im Regensburger Dom. Diese Marienfigur sowie die gegenüber stehende Figur des „Engels von Regensburg“, also des „lachenden Engels“ Gabriel, wurden um 1280 vom sogenannten Erminoldmeister, gefertigt.
  • An den östlichen Vierungspfeilern befinden sich die Steinfiguren der Heiligen Petrus und Paulus, die um 1320 bzw. 1360/1370 entstanden.
  • An der Außenseite befindet sich auch eine Judensau, welche in Richtung des ehemaligen Judenviertels am Neupfarrplatz ausgerichtet ist. Es Hat die Form einer Sau an deren Zitzen drei Juden hängen.

 

Wissenswertes:

Von herausragender Bedeutung sind die umfangreichen noch erhaltenen mittelalterlichen Glasmalereibestände. Der St. Peters Dom ist eine der wenigen gotischen Kathedralen, die ein vollständige Buntglasverglasung besitzen. In beinahe allen Fenstern sind die originalen Glasmalereien noch erhalten. Die ältesten dieser Fenster stammen noch aus dem Vorgängerbau und wurden in den heutigen Dom als Spolien eingebaut. Im 19-Jahrhundert wurden dann die Fenster an der Westfassade ergänzt

Anfang des 16.Jahrhundert wurde der Dombau mit den noch unvollendeten Türmen eingestellt. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem, dass der anfängliche Wohlstand der Stadt während der Bauzeit immer mehr zurückgegangen war und der Stadt der Ruin drohte. Im 15. Jahrhundert wurde der Bau sogar durch Ablassbriefe finanziert. Diese wurden weltweit vertrieben. 1870 wurde der Dom schließlich nach 600 Jahren Bauzeit vollendet.

 

Adresse:

Domplatz

93047 Regensburg

 


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